Über uns
Der Verein Re-Use Austria ist die freiwillige Interessenvertretung der sozialwirtschaftlich ausgerichteten Re-Use-Betriebe sowie der Reparaturnetzwerke und Reparaturinitiativen (z.B. Reparaturcafés), Themenführer für Re-Use in Österreich und maßgeblicher Player in der aktuellen Kreislaufwirtschaftsdebatte mit starkem Fokus auf intelligenter, fairer Rohstoffnutzung durch Verlängerung der Produktlebensdauer, Schaffung fairer Arbeitsplätze in diesem Sektor und Einbindung der Zivilgesellschaft in die Kreislaufwirtschaftsdebatte.

Die Mitglieder tragen mit ihren Tätigkeiten bei zum Klimaschutz, zu Einsparungen von CO2 in Österreich, zur Ressourcenschonung, zur Armutsprävention und sie schaffen Arbeitsplätze für Benachteiligte.
In der Vision von Re-Use Austria befruchten sich ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit gegenseitig. Konkret setzt sich Re-Use Austria für die Förderung von Arbeitsplätzen für benachteiligte Menschen in der Re-Use- und Reparaturbranche, für verbesserte gesetzliche Rahmenbedingungen für Re-Use und Reparatur und die längere Nutzungsdauer von Produkten im Sinne einer Kreislaufwirtschaft ein.

Im November 2004 wurde der Verein Re-Use Austria mit dem Namen RepaNet – Verein zur Förderung der Ressourcenschonung und der Beschäftigung im Umweltbereich gegründet. Der Verein ist aus dem Netzwerk Beschäftigung & Umwelt entstanden und hat seit März 2023 die neue Bezeichnung Re-Use Austria.

Der Verein Re-Use Austria fungiert zugleich als nationaler Dachverband des europäischen Netzwerks RREUSE (Recycling and Reuse of European Social Enterprises), das nationale sozialwirtschaftlichen Re-Use-Dachverbände und Netzwerke in der EU vertritt.

Unsere VISION:
Gutes Leben für alle mit geringstmöglichem Ressourceneinsatz

Unsere MISSION:
Wir fördern Achtsamkeit mit Menschen und Ressourcen

Unser LEITBILD:
Wir vernetzen, beraten und informieren wichtige Akteure zum Thema Re-Use

Geschichte und Ausblick

Seit 25. August 2004 gibt es den Verein RepaNet, der von Partnern aus dem gleichnamigen EU-Projekt gegründet wurde, um auch nach dem Auslaufen des Förderprojektes Reparatur und Wiederverwendung mit der Schaffung von Arbeitsplätzen für Benachteiligte und Bereitstellung leistbarer Qualitätsprodukte für Einkommensschwächere zu verbinden. Jüngste und bislang wichtigste Erfolge: Verankerung der Re-Use-Verpflichtung in der neuen Recycling-Baustoffverordnung sowie in der Elektroaltgeräte-Verordnung mit Empfehlung an die Sammelstellenbetreiber, dabei mit sozialwirtschaftlichen Re-Use-Betrieben zusammenzuarbeiten. Solche Erfolge kommen nicht von heute auf morgen, sie erfordern gute Vernetzung, Handschlagqualität in Partnerschaften, viel Geduld und beharrliche Überzeugungsarbeit.

Den Anstoss gaben damals die „Pioniere“ von der ARGE Abfallvermeidung aus Graz (Berthold Schleich und Matthias Neitsch) und vom RUSZ in Wien (Sepp Eisenriegler). Inzwischen ist RepaNet auf über 30 Vollmitglieder und etliche Fördermitglieder, mit noch immer steigender Tendenz, angewachsen. Damit ist die österreichische Sozialwirtschaft breit vertreten, und es gibt auch bereits Fördermitglieder aus der Abfallwirtschaft. Von Anfang an vernetzte sich RepaNet mit Schwesterorganisationen in ganz Europa: dem gemeinsamen EU-Dachverband RREUSE gelang sogar die Verankerung von Re-Use in der EU-Abfallrahmenrichtlinie und der EU-EAG-Richtlinie.

Derzeit konzentriert sich die Arbeit auf die Umsetzung von Re-Use in die Praxis durch regionale Partnerschaften zwischen kommunaler Abfallwirtschaft und sozialen Re-Use-Betrieben. Der vierköpfige ehrenamtliche Vorstand legt dabei auf nachhaltige Kooperationen und Partnerschaften wert, anstatt auf medienwirksame „Einmalprojekte“. Der „Markt“ kommt ihnen dabei stark entgegen, denn die Nachfrage nach Gebrauchtprodukten steigt unaufhaltsam, das Angebot kann diese oft schon nicht mehr decken.

Weitere aktuelle Schwerpunkte der RepaNet-Arbeit sind die Etablierung der regionalen Re-Use-Netzwerke zwischen Kommunen und Sozialbetrieben, weiters die stärkere soziale Ausrichtung der Alttextilsammlung und die Verbesserung der Wiederverwendung von Möbeln und Elektroaltgeräten. Auch soll die Fähigkeit der Menschen zur eigenständigen Reparatur durch Reparaturcafes und Reparaturkurse wiederbelebt werden. Ein wichtiges Zukunftsthema ist zudem das riesige Re-Use-Potential im Bereich Hochbau, Gebäudesanierung und Rückbau, hier besteht ein großes Potential an neuen Arbeitsplätzen im Re-Use-Bereich. Mit BauKarussell trägt RepaNet zur Etablierung von Social Urban Mining im Rückbau bei.

Vision & Mission

Unsere VISION: Gutes Leben für alle mit geringstmöglichem Ressourceneinsatz

RepaNet ist Teil einer Bewegung für ein “Gutes Leben für alle” und trägt zu einer nachhaltigen, nicht wachstumsgetriebenen Lebens- und Wirtschaftsweise bei, die auf Ausbeutung von Menschen und Umwelt verzichtet und stattdessen mit möglichst wenigen und intelligent genutzten materiellen Ressourcen ein möglichst hohes Niveau an Wohlstand schafft, der sich durch Glück und Zufriedenheit an Stelle von materiellem Besitz orientiert.

Unsere MISSION: Wir fördern Achtsamkeit mit Menschen und Ressourcen

RepaNet engagiert sich für die sparsame und zielgerichtete Verwendung materieller Ressourcen, für eine möglichst hohe Lebensqualität aller Menschen und insbesondere das Recht und die Möglichkeiten der Teilhabe am gesamtgesellschaftlichen Wohlstand für Schwächere. Damit geht ein vehementer Widerstand gegen Wegwerfgesellschaft, Verschwendung und Zerstörung unserer Rohstoffbasis und unserer menschlichen Potentiale einher.
Konkret sollen die abfallvermeidenden und ressourcenschonenden Produktions- und Konsummuster der Reparatur und Wiederverwendung (Re-Use) mit der Schaffung von Arbeitsplätzen für Benachteiligte, sowie der Bereitstellung leistbarer Qualitätsprodukte für einkommensschwache Menschen verbunden werden.

Unser LEITBILD: Wir vernetzen, beraten und informieren wichtige Akteure zum Thema Re-Use

RepaNet vernetzt, berät und informiert Stakeholder*innen, Multiplikator*innen und andere Akteure aus Politik, Verwaltung, NGOs, Wissenschaft, Sozialwirtschaft, Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft mit dem Ziel, bessere gesetzliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen für sozialwirtschaftliche Re-Use-Betriebe, privatwirtschaftliche Reparaturbetriebe und zivilgesellschaftliche Reparatur- und Re-Use-Initiativen zu schaffen.

Re-Use Austria Team
Gertrud Bachleitner
Buchhaltung
Sabine Czopka-Pistora
Projektassistenz, Karenz
Doris Egger
Backoffice
Michelle Fetka, BA
UI/UA Design,
Social Media
Mag.aJohanna Paulus-Jenner
Kommunikation
Matthias Neitsch
Geschäftsführer
MMag.a Phil. Irene Schanda
Kommunikation, Karenz
Berthold Schleich
Geschäftsführer
Saundra Stix
Mediendesign,
2nd Level Support
Peter Wagner
Projektleitung
Aufsichtsrat

Daniela Sailer-Kimmel
Vorsitzende des Aufsichtsrates
Volkshilfe Wien

Christian Kammeringer
Vorsitzende Stellvertreter
Verein WAMS

Andreas Bramberger
Caritas Wien

Karoline Mätzler
Caritas Vorarlberg

Dr.in Elisabeth Niederer
SBK – Soziale Betriebe Kärnten

Martina Simoncic, BA
PAP – Pongauer ArbeitsProjekt

Mag. Martin Zwicker
Volkshilfe Oberösterreich

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