
Am 20. und 21. Oktober 2026 wird Zagreb zum europäischen Treffpunkt für soziale Kreislaufwirtschaft: Die europäische Dachorganisation RREUSE, dessen Präsident Matthias Neitsch ist, lädt zur internationalen Konferenz „Ready to Act: Shaping the Next Social and Circular Europe“ ein. Gastgeber der Veranstaltung ist die kroatische Sozialgenossenschaft Humana Nova, die als Vorzeigeprojekt für die Verbindung von sozialer Inklusion und Kreislaufwirtschaft gilt.
Die Konferenz findet in einem entscheidenden politischen Moment statt. Mit Initiativen wie dem geplanten Circular Economy Act und der Weiterentwicklung des Social Economy Action Plans stehen wichtige Weichenstellungen auf EU-Ebene an. Im Mittelpunkt der Diskussion steht daher die Frage, wie politische Ziele in konkrete Rahmenbedingungen übersetzt werden können, die Re-Use-, Reparatur- und Sozialbetriebe tatsächlich stärken.
Networking, Austausch und Best Practice Beispiele
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Austausch zwischen unterschiedlichen Regionen Europas. Vertreter:innen aus Sozialunternehmen, Politik und Verwaltung werden diskutieren, welche Erfahrungen „alte“ und „neue“ EU-Mitgliedstaaten voneinander lernen können und wie erfolgreiche Ansätze in nationale Gesetzgebung überführt werden können. Dabei sollen auch bestehende Herausforderungen und Lücken in der Umsetzung beleuchtet werden.
Anhand konkreter Produktgruppen wie Elektroaltgeräten (WEEE), Textilien, Möbeln und Matratzen werden Erfolgsmodelle und Hemmnisse der Kreislaufwirtschaft analysiert. Im Fokus stehen dabei Fragen rund um Wiederverwendung, Reparatur und soziale Beschäftigung sowie die Rolle von Regulierungen und Förderinstrumenten für einen nachhaltigen Wandel.
Die Veranstaltung markiert zugleich ein besonderes Jubiläum: RREUSE feiert 25 Jahre Engagement für soziale Unternehmen in den Bereichen Wiederverwendung, Reparatur und Recycling. Die Konferenz bietet damit nicht nur Raum für einen Rückblick auf die bisherigen Erfolge, sondern auch für die gemeinsame Diskussion darüber, wie eine inklusive, resiliente und abfallarme Gesellschaft in Europa weiter gestaltet werden kann.


