Bei RREUSE wurde ein historischer Wechsel auf Führungsebene vollzogen: Die neue Direktorin Neva Nahtigal tritt in die Fußstapfen von Michal Len. Sie wird in ihrer Rolle von der langjährigen RREUSE Mitarbeiterin und neuen stellvertretenden Direktorin Jana Zurkova unterstützt.
Der globale Handel mit Alttextilien ist ein vieldiskutiertes Thema. Auch Re-Use Austria hat dazu erst jüngst ein Positionspapier veröffentlicht. Die neueste Studie von FairWertung wirft nun Licht auf die ökologischen Auswirkungen des Exportes in Drittländer. Eine Lektüreempfehlung.
Im Rahmen der Auszeichnung von WIDADO mit dem Nachhaltigkeitspreis der Stadt Wien 2022 wurde Re-Use Austria gemeinsam mit zwei weiteren Preisträger:innen eingeladen, das Online-Shop-Projekt in Brüssel vorzustellen.
Wir blicken nach Deutschland: Fast 12.000 Menschen in Thüringen nutzten zwischen Mai und Dezember 2022 den Reparaturbonus 2.0 und ließen defekte Elektrogeräte reparieren. Ende Dezember 2022 endete die Landesunterstützung in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Thüringen. Die Ergebnisse der zweiten Phase werden ausgewertet und münden noch heuer in einen Reparaturbonus 3.0.
Eine repräsentative Umfrage von Greenpeace und Arbeiterkammer Wien ergibt ein bedenkliches Bild: Österreicher:innen tragen rund die Hälfte ihrer Kleidung nur gelegentlich bis gar nicht. Mehr als ein Viertel, das sind mindestens 185 Millionen Kleidungsstücke, liegen sogar fast ungenutzt in österreichischen Kleiderkästen. Ein Vernichtungsverbot und Lieferkettengesetz werden dringend gefordert.
Im November 2022 hat der Europäische Dachverband RREUSE eine Stellungnahme zur Sondierung zu einer Evaluierung der WEEE-Richtlinie veröffentlicht. RepaNet hat daran inhaltlich mitgearbeitet.
Unter dem Titel „Die Rolle der Langlebigkeit und der Nutzungsdauer für einen nachhaltigen Umgang mit Bekleidung“ hat das deutsche UBA im Oktober 2022 eine Studie veröffentlicht, die sich dem steigenden Abfallaufkommen bei Textilien und sinkender Qualität durch den Fast-Fashion-Trend widmet.
Am 30. März 2022 hat die Europäische Kommission mit der Veröffentlichung der „EU-Strategie für nachhaltige und kreislauffähige Textilien“ ein zukunftsträchtiges Zeichen für kreislaufwirtschaftliche Textilproduktion und -nutzung gesetzt. RREUSE ist dem Feedback-Aufruf nachgekommen und hat vor kurzem mit Unterstützung von RepaNet ein Positionspapier erstellt.
Am 7. Dezember wurde die lange erwartete österreichische Kreislaufwirtschaftsstrategie im Ministerrat beschlossen. Sie wurde vom Klimaminsiterium entwickelt und von Wirtschafts-, Sozial- und Landwirtschaftsministerium mitgetragen. Re-Use und Reparatur sind prominent in ihr verankert. Der ganzheitliche Ansatz ist nun Arbeitsplan für einen radikalen Umbau des Wirtschaftssystems.