
Der Vorarlberger Landtag hat einen Allparteienantrag zur textilen Kreislaufwirtschaft einstimmig beschlossen. Damit bestätigt und festigt das Bundesland seine Vorreiterrolle: Vorarlberg gilt bereits als Best-Practice-Modell für eine flächendeckende Textilsammlung mit erlöswertorientierter Vollsortierung in Österreich.
Das Kernstück ist das „Vorarlberger Modell“ – ein Leuchtturmprojekt im deutschsprachigen Raum, das maßgeblich vom Re-Use Austria Mitglied Caritas Vorarlberg (carla Tex) getragen wird. carla Tex ist das einzige Kleidersortierwerk Österreichs mit Vollsortierung und schafft durch Sortierung, Aufbereitung und Re-Use von Alttextilien nicht nur ökologische Vorteile, sondern auch qualifizierte Arbeitsplätze für benachteiligte und langzeitarbeitslose Menschen.
Die Initiative verbindet zwei zentrale Ziele:
- Klima- und Ressourcenschutz durch geschlossene Kreisläufe und Vermeidung von Ressourcenverschwendung
- Soziale Teilhabe durch Integration in den zweiten Arbeitsmarkt und Stärkung sozialunternehmerischer Strukturen
Sozialwirtschaft und Kreislaufwirtschaft: Ein systematischer Schulterschluss mit Zukunft
Der nun beschlossene Antrag verknüpft systematisch Sozialwirtschaft und Kreislaufwirtschaft systematisch: Eine sozialwirtschaftliche Altkleidersammlung ist sozial, ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll, da sie regionale Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Ressourcenschutz miteinander verbindet.
Nötig ist nun eine bundesweite Investition in inländische Sortierkapazitäten, um das Vorarlberger Modell zu skalieren und als Vorbild für eine flächendeckende Textilsammlung in Österreich nutzbar zu machen. Vorarlberg beweist damit erneut: Kreislaufwirtschaft und soziales Unternehmertum gehören zusammen – und können als skalierbares Modell für andere Bundesländer und für eine zukunftsfähige, inklusive Wirtschaft dienen.


